Meniskus

Zwischen dem konvex ausgebildetem Oberschenkelknochen (Femur) und dem Plan stehenden Unterschenkelknochen (Tibia) finden sich die aus Faserknorpel bestehenden Menisken von denen man den inneren (medialen) und äußeren (lateralen) unterscheidet. Die Menisken sind in der Aufsicht sichelförmig, im Querschnitt keilförmig konfiguriert, an der Basis sind sie mit der Gelenkkapsel verwachsen und werden auch von dort aus mit feinen Blutgefäßen ernährt.

Die weitaus überwiegende Anzahl von Meniskusrissen sind verschleißbedingt und werden nicht durch ein akutes sportliches oder sonstiges Unfallereignis hervorgerufen. Ursache des Risses (Ruptur) ist die schleichende Degeneration, die Lösung der Binnenstruktur zur Gefügelockerung und Einklemmung mit entsprechenden Beschwerden führt.

Typisch für einen Meniskusschaden ist ein stechender Schmerz meist auf der Innenseite mit Zunahme in der Beugung des Kniegelenks und bei der Rotation im Unterschenkel.

Die Diagnose lässt sich meist anhand einer fachorthopädischen Untersuchung durch spezielle Tests stellen. Durch eine ergänzende Röntgenaufnahme kann die Arthrose abgegrenzt werden. Nur in Ausnahmefällen benötigt man eine Magnet-Resonanz-Therapie (MRT), mit der man den Meniskusriss optisch darstellen kann.

Aufgrund der anatomisch bedingten Gefäßversorgung kann ein Meniskusriss nicht von selbst wieder verheilen. Durch die ständige Bewegung wird er eher größer und führt bei wiederholten Einklemmungen zu einer Schädigung des Gelenkknorpels.

Bei nachgewiesenem Meniskusriss mit entsprechenden Beschwerden sollte daher immer eine Arthroskopie des Kniegelenks erfolgen, um den Riss zu sanieren.

Trend der modernen orthopädischen Chirurgie ist die operative Erhaltung des Meniskus. Falls dies bei länger bestehenden randständigen Läsionen mit sekundärem Aufbrauch nicht mehr möglich ist, erfolgt eine Meniskusteilresektion. Ziel hierbei ist die Erhaltung möglichst großer Anteile des Restmeniskus, um einer späteren arthrotischen Degeneration vorzubeugen.

Nach der Meniskusteilresektion ist in der Regel nur eine kurzfristige Entlastung des arthroskopierten Kniegelenkes von 1-2 Tagen erforderlich. Gemäß unseres Nachbehandlungsschemas sollte rasch nach der Operation eine Vollbelastung erreicht sein. Sportfähigkeit besteht nach 4-6 Wochen.

Im Falle basisnaher frischer Meniskusläsionen hat die Meniskusrefixation häufig Erfolg, die sich ebenfalls arthroskopisch durchführen lässt. Wir verwenden die all-inside Technik mit einem Faden-Ankersystem (Fa. Smith & Nephew, U.S.A.). Erfolg hat die Refixation nur, wenn sie basisnah im Bereich der gut durchblutenden Anteile des Meniskus liegt. Der refixierte Meniskus wird mit einer Teilbelastung von 4-6 Wochen an 2 Unterarmgehstützen nachbehandelt. In der Regel sind krankengymnastische Übungen erforderlich. Randständige Meniskusrisse sind einer Naht aufgrund fehlender Durchblutung (Vaskularisation) nicht zugänglich und werden daher obligat mit einer Teilresektion behandelt. Sportfähigkeit ist nach ca. 3 Monaten wieder gegeben.

Gegenstand der Forschung ist der derzeit der Meniskusersatz durch Collagen-Meniskus-Implantate (CMI). Dieses Implantat besteht aus einem schwammartigen Collagenflies, welches die Form der Menisken beinhaltet. Dieses Implantat wird nach der Meniskusresektion zirkulär arthroskopisch an die Gelenkkapsel angenäht. Ziel der Operation ist die Gewebsinduktion, d. h. das Einwachsen von faserknorpeligem Gewebe in das Implantat und hierdurch der Ersatz des Collagen. Langzeitstudien dieses neuen operativen Verfahrens liegen noch nicht vor, es kommt nur in speziellen Einzelfällen zur Anwendung.

Intakter Innenmeniskus, Zugfestigkeit mit Tasthaken geprüft.

Intakter Außenmenikus mit physiologischer Wellung am Vorderhorn.

Z. N.

Innenmeniskushinterhornresektion Gonarthrose mit Innenmeniskushinterhornruptur und Chondralläsion III

Schrägruptur am Innenmeniskushorn, knapp oberhalb der Tasthakenspitze.

Außenmenikusvorderhornläsion mit Auftreibung des Vorderhorns ohne Ruptur.

Degenerative komplette Innenmeniskushornruptur.

Degenerative Ruptur der Pars intermedia Innenmeniskus. Hinterhorn, bedingt durch Arthrose bereits vollständig aufgerieben.

Randständige Außenmeniskushinterruptur mit erhaltener Basis.

Längsriss am Innenmeniskushinterhorn

Eingeschlagene lappenförmige Ruptur des Innenmeniskus.

Resektion dieses eingeschlagenen Lappens mit Innenmeniskusteilresektion, postoperative Aufnahme.

Technik der Innenmeniskus­hinterhornresektion.

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