Osteochondrosis dissecans

Bei der Osteochondrosis dissecans handelt es sich um eine überwiegend während des Wachstums auftretende Erkrankung. Das Knie ist häufiger als andere Gelenke befallen, meistens ist der mediale Femurkondylus am Knie betroffen. Durch eine Durchblutungsstörung direkt hinter der Knorpelschicht kommt es zu einer Defektbildung im Knochen, infolge dessen der Knorpel seine feste Verbindung zum Knochen verliert und sich ablösen kann. Diese Erkrankung verursacht lokale Beschwerden und durch Ablösung des Knorpels auch Einklemmungen (Gelenkmaus).

Die Diagnose wird im Röntgenbild und mit einer MRT gestellt. Bei jüngeren Kindern heilen geringe Defekte oft spontan und ohne Therapie aus. Größere Defekte und ablöste Knorpelfragmente müssen operativ versorgt werden. Dies gelingt durch eine retrograde Knochenstanzung, ggf. mit Spongiosplastik und Auffüllung des Defekts. Kleine Knorpelfragmente können arthroskopisch refixiert werden. Größere Fragmente und komplette Ablösungen benötigen eine exakte Wiedereinpassung des Knorpelfragments in das abgelöste “Mausbett”. Dies gelingt häufig nur durch eine minimal invasive Öffnung des Kniegelenks und Fiaxtion des Knorpels mit bioaktiven Implantstiften.

osteochondraler Defekt I

Rezidiv einer Osteochondrosis dissecans medialer Femurkondylus mit ausgedehnter Ablösung des Knorpels.

osteochondraler Defekt II

Nach Vorbereitung des Mausbettes mit Anfrischung wird das abgelöste Knorpelstück mit bioaktiven Stiften im medialen Femurkondylus verankert.

(17 Jahre junge Frau, MR-tomographische postoperative Verlaufskontrollen, Ausheilung und Beschwerdefreiheit nach 6 Monaten)

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