P.F.C. Offset Tibia-Plateau

Bei schwierigen Primäreingriffen ist die anatomische Größendifferenz zwischen dem Zentrum der proximalen Tibia und dem Zentrum des intramedullären Kanals ein häufiges Problem. Eine Tibia-Komponente mit einem zentralen Schaft kann nicht immer optimal angepasst werden. Häufig resultiert proximal ein tibialer Überhang, der auf die Anpassung der Stammverankerung zurück zu führen ist. Die P.F.C.-Offset-Tibia-Komponente soll zu einer optimalen Abdeckung des proximalen Tibia-Plateaus beitragen. Gleichzeitig soll die anatomisch adäquate Schaftplatzierung im intramedullären Kanal erleichtert werden. Die Offset Tibia-Komponente sorgt für einen unmittelbaren Versatz an der Basisplatte und schafft dabei eine natürliche Lokalisation zwischen der proximalen Tibia und dem Markkanal.

Fallbeispiel

Patient R. C. weiblich, 52 Jahre

Diese Patientin litt an einer langjährigen medial betonten Arthrose beider Kniegelenke. Problematisch gestaltete sich die Versorgung durch das Gewicht der Patientin von 140 kg und durch die Subluxation aufgrund der völligen Insuffizienz des medialen Bandapparates. Aufgrund der drohenden Gehunfähigkeit entschlossen wir uns dennoch zum operativen Vorhehen. Eine standardgemäße Versorgung mit einer PFC Sigma Knieendoprothese kam nicht in Frage, da aufgrund des enormen Köpergewichts eine langfristige Standzeit, insbesondere des Tibiaplateaus nicht gewährleistet werden kann. Die eingeleiteten biomechanischen Kräfte müssen homogen in den Tibiaschaft eingeleitet werden, so dass die Versorgung mit einer Schaftverlängerung erforderlich ist. Die präoperative Konstruktion ergab allerdings, dass diese Schaftverlängerung (Stem) nicht zentral eingebracht werden kann. Es wurde somit eine spezielle tibiale Komponente mit medialem Offset verwendet, so dass ein zementfreier stem ohne Probleme implantiert werden konnte. Durch ein entsprechendes Weichteilrelease konnte dieses Knie ligamentär ohne Probleme ausbalanciert werden, weiterhin wurde das Kreuzband belassen und bei nur geringer Arthrose retropatellar auf den Retropatellarersatz verzichtet. Postoperativ zeigte sich ein äußerst zufriedenstellender Zustand mit korrekter Beinachse, regelrechtem Alignement der Implantate und völliger Seitenbandstabilität. Die Gegenseite wurde in gleicher Weise operativ versorgt.

Die Patientin konnte voll rehablitiert werden und ist in ihrem bisherigen Beruf wieder ohne Einschränkung tätig.

präoperativ

postoperativ

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